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Der Klimawandel ist da. Wissenschaftliche Untersuchungen, Wetterbeobachtungen und -aufzeichnungen, Meeresspiegelanstieg und zunehmende Naturkatastrophen sind Belege hierfür. Im Kampf gegen den Klimawandel hat sich die Bundesregierung schon 2007 hohe energiepolitische Ziele gesetzt.

Die deutsche Bundesregierung hat im Anschluss an die Beschlüsse des Europäischen Rates 2007 ein nationales Ziel für Deutschland definiert. So sollen die Treibhausgas Emissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40 % gesenkt werden. Hierfür gibt es noch keine gesetzlich festgelegten Ziele, sie wurden aber als politisch verbindlich in vielen offiziellen Dokumenten verankert. Entsprechend einer Zielformulierung der Industriestaaten sollen zudem die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 80% gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden. Dieses politische Ziel wurde parteiübergreifend in Deutschland anerkannt. Im Oktober 2010 hat der Bundestag das Energiekonzept der Bundesregierung beschlossen und legte die klimapolitischen Ziele für Deutschland fest.
 

Senkung der Treibhausgasemissionen:

- bis 2020 um 40%
- bis 2030 um 55%
- bis 2040 um 70%
- bis 2050 um 80-95% *

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll bis zum Jahr 2025 auf 40-45, bis 2035 auf 55-60 und bis 2050 auf 80 Prozent steigen (§1 EEG 2014). Im Wärmesektor wird als Ziel eine Senkung des Endenergieverbrauches um 80 Prozent bis zum Jahr 2050, im Verkehrssektor um 40 Prozent im selben Zeitraum angestrebt (Energiekonzept der Bundesregierung 2010).**

Dies reicht– bezogen auf den deutschen Anteil an den CO2-Emissionen –nicht aus, um die weltweit drohenden Folgen des Klimawandels zu vermeiden.

 

Notwendig und möglich ist eine Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050.***

 

Besondere Beachtung findet hierbei die bereits vorhandene Technik zur Umwandlung von elektrischer Energie in Gas (Power to Gas), Nutzung der vorhandenen Infrastruktur (Gasspeicher zur Speicherung von überschüssiger Energie) sowie die Schaffung von notwendigen gesetzlichen Regelungen.


*      http://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/testeite-712/klimaschutzziele.html
**    Prof. Dr. Sterner u.a., Bedeutung und Notwendigkeit von Windgas für die Energiewende in Deutschland,
       Studie im Auftrag von Greenpeace Energy eg, FENES, Energie Brainpool, OTH Regensburg 2015,
***   Sterner u.a., S. 8 ff

  

 

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Was ist Power to Gas

Das Power-to-Gas-Verfahren umfasst die Umwandlung regenerativ erzeugter elektrischer Energie in chemische Energie und deren Speicherung im verfügbaren Gasnetz in Form Wassderstoff oder Methan. Hierfür wird Wasser zunächst mit Elektrolyseuren in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten, darauf unter Zugabe von Kohlenstoffdioxid (CO2) methanisiert und schließlich ins Erdgasnetz als synthetisches Erdgas eingespeist. Anschließend kann dieser Brennstoff für verschiedene Zwecke verwendet werden: Neben der Rückverstromung in Gaskraftwerken oder Blockheizkraftwerken ist auch die Nutzung im Verkehrssektor sowie zur Wärmeerzeugung möglich.
 
 
 
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